#8 Werner Schrödl

 

3200 Lumen

 

 

Werner Schrödl – Instant Edition # 8 – 3200 Lumen

Die Serie 3200 Lumen besteht aus 4 Fotografien, wovon zwei Leuchttürme und zwei Antennenanlagen zeigen. Der Titel der Serie bezeichnet die Höhe des Lichtstroms, mit welcher Schrödl die Objekte ausgeleuchtet hat wodurch diese in der Nacht erscheinen wie am Tag.

Der Ursprungsgedanke zu dieser Serie kam Werner Schrödl, als er 2013 ein Video eines Kometen im Internet sah, welcher über Russland hinwegflog und mit seinem Licht, ähnlich einem Scanner, die dunkle Landschaft abtastete.

Daraufhin begann der Künstler mit Hilfe von extrem starken Taschenlampen und Leuchtraketen, die im Normalfall nur vom Militär oder von Seefahrern verwendet werden, Objekte und Personen aus der Dunkelheit der Nacht herauszulösen, gleich einem Bildhauer eine Skulptur aus dem Stein. Der Grund dafür, dass er sich dabei gerade Leuchttürme und Antennen ausgesucht hat, liegt, neben ästhetischen Überlegungen, in Schrödls generell kritischer Haltung gegenüber Informationsquellen jeglicher Art. Ob es sich nun um Nachrichten, Lichtsignale oder andersartige Informationen handelt: Eines haben sie immer gemein, nämlich die Aufgabe, Menschen zu leiten, zu informieren, und gegebenenfalls auch zu beeinflussen und zu kontrollieren.

Schrödl wollte nun mit seinen Aufnahmen teils auch die Funktion eines Leuchtturmes ad absurdum führen, denn im Normalfall sendet dieser Licht aus und wird nicht ausgeleuchtet. Abgesehen davon haben, so Schrödl, „ … die meisten Leuchttürme eigentlich schon mehr oder weniger ihre ursprüngliche Funktion verloren, weil heutzutage die meisten Seefahrer GPS (Global Positioning System) verwenden. Sollte allerdings einmal das GPS ausfallen, dann ist so ein Leuchtturm überlebensnotwendig.“

Statt die Ortsnamen jener Orte anzugeben, an denen sich die Leuchttürme befinden, hat Schrödl diese mit den jeweiligen Koordinaten, nämlich mit ihrem Längen- bzw. Breitengrad bezeichnet.

Ähnlich verfährt er mit den Antennen, welche aufgrund ihrer unterschiedlichen Bauart unterschiedliche Frequenzen im kurz-, mittel- oder langwelligen Bereich aussenden. Bei diesen handelt es sich, so Schrödl, allerdings „ … ausschließlich um Anlagen für zivile Zwecke, die unter anderem vom Österreichischen Rundfunk benützt werden bzw. wurden.“. Diese Frequenzen waren dann wiederum auch titelgebend für die jeweilige Aufnahme.

Text: Lucas Cuturi

 

 

 

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51° 29′ 05″ N 2° 47′ 59″ W
2014
70 x 50 cm

 

 

antennenzelt

21.850 kHz
2014
70 x 50 cm

 

 

staenderantenne

3,5 MHz
2014
70 x 50 cm

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burnham

51°14‘54.2“ N 3°00‘21.0“ W
2014
70 x 50 cm

 

 

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Werner Schrödl:

geb. 1971 Attnang Puchheim (A)

Lebt und arbeitet in Wien

 

B 10049 

 

Ausstellungen:

 

2014

Werner Schrödl, „snooky games“, tresor, Bank Austria Kunstforum Wien, Vienna / AUT

Werner Schrödl, „it´s there for a reason“, Kunsthalle Nexus, Saalfelden / AUT

How long is Now?, Haus der Fotografie, Burghausen / GER

Reines Wasser, Lentos Kunstmuseum Linz / AUT

 

2013

Fragile, Bawag P.S.K. Contemporary, Vienna / AUT

10 Jahre Lentos. Die Sammlungsausstellung zum Jubiläum, Lentos Kunstmuseum, Linz / AUT

How long is now? Foto-Raum, Wien / AUT

Be dramatic…, Galerie Bechter Kastowsky, Wien / AUT

Is it really you,Kunstsammlung des Landes OÖ, Linz / AUT

Erstpräsentation der Sammlung Angerlehner, Museum Angerlehner, Thalheim bei Wels / AUT

 

2012

Schaufenster zur Sammlung, Orte der Kunst, Museum der Moderne Salzburg / AUT

Cadence irregular,Schauraum 3500, Donaufestival Krems / AUT

 

2011

Copy Disaster, Momentum Galerie, Wien / AUT

Grübl / Schrödl, Eikon Schaufenster, Electric Avenue, quarier 21, Museumsquartier Wien / AUT

Obsolete Boundaries, Lust Gallery, Vienna / AUT

 

2010

Triennale Linz 1.0, Landesgalerie am OÖ. Landesmuseum, Linz/ AUT

You never know what will happen next…, Die Sammlung 1900–2010, Lentos Kunstmuseum, Linz /AUT

Fragilität des Seins – ein Bildessay in 9 Kapiteln, Museum der Moderne Salzburg/ AUT

Kunst im Parlament, Parlament, Vienna / AUT

Believe in doubt, Österreichisches Kulturforum, Bratislava / SVK

Floating Chain, Momentum Galerie, Vienna / AUT

First Annual Caochangdi PhotoSpring-Festival, White Space Bejing und Alexander Ochs Berlin, Peking / China

 

2009

Hängung # 4 – Querschnitt, Sammlung Alison und Peter Klein, Eberdingen-Nussdorf / GER

Kreuzungspunkte Linz. Junge Kunst und Meisterwerke, Lentos Kunstmuseum, Linz / AUT

Fragility of Being. Works from the Collection of the museum der moderne Salzburg, National Museum of Contemporary Art (MNAC), Bucharest / ROU

Editions 2009, Momentum Galerie, Vienna / AUT

 

2008

Lichtspuren, „Fotografie die Sammlung“, Lentos Kunstmuseum Linz / AUT

 

Artist Info:

www.wernerschroedl.at

 

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20141130_115355

 

Die Edition:
Titel: 3200 Lumen
Originalmedium: Digitale Fotodaten
Entstehungsjahr: 2014
Editionsjahr: 2015
Auflage: 16 Mappen, + 3 A.P. + 2 Beleg + 1 P.P.
Motivanzahl: 4 Fotografien pro Mappe
Blattgröße: 70cm x 50cm
Abbildungsgröße: 70cm x 50cm
Technik Lambda C-Print
Medium: Fotopapier
Kategorie: Portfolio
Foto: Werner Schrödl
Text: Lucas Cuturi
Lieferumfang: Flügelmappe mit 4 handsignierten Originalfotos (Lambda C-Prints)
Preis: € 1.680,- (netto)

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optional:

Zusatzleistung zum Selbstkostenpreis:

Kaschierung auf Aludibond in schwarzen Standard-Kasettenrahmen

(Normalglas/Holz): pro Stück € 110,- (netto)

mit Museumsglas: pro Stück: € 160,- (netto)