Thomas
Reinhold
(*1953)(A)

Limited Fine Art, Pigmentprint Edition “Matrix”, 2017

Die Edition

  • Titel: Matrix
  • Entstehungsjahr/Editionsjahr: 2017
  • Herstellungstechnik der Edition: Fine Art Print (12 Farben Pigmentprint)
  • Ausgangsmedium/Vorlagen: Öl auf Leinwand, 70x65cm
  • Herausgeber: Lorenz Estermann
  • Repro/Druck/Bildbearbeitung: Lorenz Estermann, instant edition/limited fine art vienna
  • Auflage: 15 Mappen, + 2 A.P. + 2 h.c. + 2 P.P.
  • Druckmedium: William Turner 310gsm von Hahnemühle (Büttenpapier)
  • Blattgröße: 70cm x 60cm
  • Abbildungsgröße: ca. 64cm x 58cm
  • Signatur und Nummerierung: Vorderseite unter dem Bildrand
  • Motivanzahl: 2
  • Lieferumfang: 2 signierte Einzelblätter in Kartonmappe
  • Preis pro Einzelblatt (Anfrage): € 495,00 (inkl. 13% Ust.)
  • Einzelblattanfrage an:: estermann@instant-edition.at

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Kuratorentext

„Matrix“

Thomas Reinhold arbeitet in Werkgruppen. Dabei geht er stets äußerst strukturiert vor und fertigt meist Studienblätter an. In diesen Skizzen behandelt er dann den genauen Ablauf, die Abfolge und die Bewegung der unterschiedlichen Farbflüsse.

Auf der Leinwand selbst verwendet Reinhold hierfür oft einen mit Kohle vorgezeichneten Raster, um eine Struktur zwischen den jeweiligen malerischen Schichten so anzulegen, dass es zu einem Davor und Dahinter kommt. Dabei entsteht mitunter der Eindruck eines gewebten Stoffes, in welchem jedoch die Farbe die Rolle des Fadens übernimmt. Durch Rotation der Leinwand werden diese Fäden dann sprichwörtlich miteinander verwoben. Deshalb arbeitet Reinhold auch ausschließlich am Boden. An der Wand, so der Künstler, kontrolliert er eigentlich nur noch das Resultat, da die Gemälde schließlich ja auch für diese bestimmt sind.

Um den richtigen Farbfluss zu gewährleisten, verwendet der Künstler vorwiegend stark mit Terpentin verdünnte Ölfarben, die dann je nach Pigment matt bis stark glänzend auftrocknen und mitunter hohe Transparenz aufweisen. Manchmal arbeitet er in einer Mischtechnik auch mit Tempera. Die dabei entstehenden Farbmischungen sind dann jedoch meist dickflüssig und opak. Durch den zeitlich verzögerten Trocknungsprozess der unterschiedlichen Farbmischungen arbeitet der Maler daher meistens an mehreren Bildern gleichzeitig.

Während seines Malprozesses versucht er jedoch stets konkrete Assoziationen, wie zum Beispiel Fratzen und Köpfe zu eliminieren. Dazu Reinhold: „Speziell zufällig entstandene Figurationen, die mir zu trivial erscheinen und die ich so einfach nicht haben will, überarbeite ich; lasse dann aber wiederum auch ganz bewusst welche stehen.“

Thomas Reinhold spricht von seiner Kunst auch nicht von abstrakter Malerei, sondern von „ungegenständlicher Kunst“, da für ihn gemeinhin Abstraktion immer eine zeichenhafte Reduktion bedeutet. Es ist nicht so, dass er den Begriff „abstrakt“ ablehnt, dennoch ist es für ihn einfach etwas anderes, als das was er macht.

Textzitat: Lucas Cuturi

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Informationen zum Künstler

Thomas Reinhold studierte von 1974 bis 1978 an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Herbert Tasquil. Während der Studienzeit trat er mit poetisch-magischen fotografisch-malerischen Bildfindungen hervor, die sich unter anderem mit der Gegenständlichkeit des Abbildes befassten. Ende der 1970er Jahre initiierte er dann gemeinsam mit Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Alfred Klinkan und Hubert Schmalix die Neue Wilde in Österreich, wandte sich aber Mitte der 1980er Jahre medienreflexiven Aspekten der Malerei und Fotografie zu, die sein Werk bis heute prägen.

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